Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer zu Teheran öffnet neue Räume

Botschafter Michael Klor-Berchtold eröffnete am Donnerstag (02.11.) gemeinsam mit dem iranischen Botschafter in Berlin, Ali Majedi, neue Räume der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer zu Teheran. 

An der Zeremonie, zu der die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer geladen hatte, nahmen zahlreiche Vertreter deutscher und iranischer Unternehmen teil, die in Iran aktiv sind. 

Botschafter Michael Klor-Berchtold Bild vergrößern Botschafter Michael Klor-Berchtold (© AHK Iran)

Wiener Nuklearabkommen 

In seiner Rede betonte Botschafter Klor-Berchtold, dass die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer ein Zentrum der gelebten Deutsch-Iranischen Wirtschaftsbeziehungen sei. Zudem nutze er die feierliche Gelegenheit für ein erneutes Bekenntnis Deutschlands zum Wiener Nuklearabkommen. Deutschland sei maßgeblich daran beteiligt gewesen, dass dieses Abkommen nach 13-jährigen Verhandlungen erfolgreich zustande kam. „Wir sind dankbar, dass die besondere Rolle Deutschlands, und die besonderen Beziehungen zwischen unseren Ländern, in diesen Verhandlungen zum Nutzen aller eingebunden wurden. Das JCPOA ist eine Errungenschaft. Es darf keinesfalls leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden“, so Klor-Berchtold. 

„Konkretere Fortschritte, die gerade auch bei den Menschen und Familien im Iran ankommen“

Mit Abschluss des Abkommens im Juli 2015 sei die Grundlage für die Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Iran und Deutschland gelegt worden. „Wir alle, wir hier in Iran, ebenso wie in Deutschland wünschen uns noch mehr unmittelbare Fortschritte für die Wirtschaft aus diesem Abkommen, einschließlich noch konkreterer Fortschritte, die gerade auch bei den Menschen und Familien im Iran ankommen.“ Iran und Deutschland seien auf „diesem schwierigen Weg schon auch ein gutes Stück vorangekommen“ und es gehe „in die richtige Richtung“, so der Botschafter. „Wir wollen und müssen diesen Weg entschlossen weitergehen!“

Mit dem Abschluss des JCPOA sei es gelungen, mit diplomatischen Mitteln eine Auseinandersetzung über eine Nukleare Frage im Nahen Osten zu beenden. Die Verhandlungen seien mit gegenseitigem Respekt und auf gleicher Augenhöhe geführt worden. „Nur so konnte ein Ergebnis erzielt werden, ein Ergebnis das in anderen Regionen der Welt als Beispiel dienen kann“, betonte Botschafter Klor-Berchtold. Und gegenseitiger Respekt bleibe ein entscheidender Punkt: „Deutschland setzt sich – gerade in der heutigen Welt – für einen respektvollen Umgang untereinander ein !“

Botschafter Ali Majedi Bild vergrößern Botschafter Ali Majedi (© AHK Iran)

AHK Iran

Die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer zu Teheran (AHK Iran) wurde vor mehr als 40 Jahren gegründet. Heute verfügt die Kammer über ein Netzwerk von über 2.500 Mitgliedern und stellt so als eine der mitgliederstärksten Auslandshandelskammern Deutschlands eine wichtige Institution der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und dem Iran dar.

Zum Weiterlesen:

AHK Iran

Stand: 02.11.2017

Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer zu Teheran öffnet neue Räume

Der deutsche Botschafter Michael Klor-Berchtold (3.v.l.) und der Iranische Botschafter Ali Majedi (4.v.l) mit dem Präsidenten und den Mitgliedern des Vorstandes der AHK Iran