Deutschland fördert afghanische Studierende in Iran

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Die Deutsche Botschaft Teheran unterstützt afghanische Flüchtlinge bei ihrem Studium an iranischen Hochschulen.

Vertreter des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der Deutschen Botschaft Teheran haben am 02.02. in Teheran einen Workshop für Flüchtlinge aus Afghanistan veranstaltet, die dank der von der deutschen Regierung finanzierten „Deutschen Albert Einstein Flüchtlingsinitiative“ (DAFI) an iranischen Universitäten studieren.

Hoffnung auf eine bessere Zukunft

„Ein Licht der Hoffnung für junge Studierende aus Afghanistan in Iran“, so beschreibt eine Teilnehmerin das DAFI-Stipendienprogramm, über das seit dem Jahr 1995 rund 2000 Flüchtlinge bei ihrem Bachelor-Studium in Iran unterstützt wurden, oft mit beeindruckendem Ergebniss. So ist z.B. ein ehemaliger Flüchtling, der vorher auf dem Bau arbeitete, dank DAFI zum Arzt ausgebildet worden und arbeitet heute als Chirurg.

„Durch diese finanzielle Unterstützung wird jungen Studierenden die Möglichkeit und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegeben“, so der Leiter des UNHCR in Iran Sivanka Dhanapala.

Dialog für eine gute Bildung

Bei dem Workshops ging es um die Vermittlung von Soft-Skills, auf die es neben guten Studienleistungen ankommt. Der Leiter des DAAD-Büros in Teheran Dr. Frens Stöckel gewährte einen Einblick in das Stipendienprogramm des DAAD und die deutsche Hochschullandschaft.

Die Referentin der Deutschen Botschaft Teheran für Flucht und Migration Dr. Barbara May diskutierte mit den Teilnehmern über das deutsche Engagement für Flüchtlinge in der Region. Angesichts der aktuellen Flüchtlingskrise wurde die Zahl der über DAFI geförderten Stipendiaten im Jahr 2016 um 180 erhöht. Und für das Studienjahr 2017 wurden insgesamt 272 junge Flüchtlinge ausgewählt.

Stand: 02.02.2017