Staatssekretär Ederer zu Konsultationen in Teheran

10.05.2017

Staatssekretär Ederer zu Konsultationen in Teheran

Staatssekretär des Auswärtigen Amts Markus Ederer ist am Samstag (06.05.) in Teheran zu Konsultationen mit seinen iranischen Amtskollegen Majid Takht-e Ravanchi und Abbas Araghchi zusammengetroffen. Auf der Agenda stand auch der Krieg in Syrien.

Auch Ali Akbar Velayati, außenpolitischer Berater des Obersten Führers der Islamischen Revolution Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, sowie Alaedin Borudscherdi, Vorsitzender des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments empfingen den deutschen Staatssekretär.

Im Fokus des Besuchs standen die drängenden Konflikte in der Region. Die iranischen Gesprächspartner machten deutlich, dass die Zusammenarbeit mit Deutschland einen wichtigen Beitrag zu mehr Frieden und Sicherheit in der Region leisten werde. Beide Seiten waren sich einig, dass die Krisen nur politisch gelöst werden können. 

Staatssekretär Ederer appellierte am Samstag in Teheran an Iran, seinen Einfluss in der Region zu nutzen und dabei auf die Kraft der Diplomatie sowie konstruktive Gespräche zu setzen. 

Wiener Nuklearabkommen weiter umsetzen

Ederer unterstrich das große Engagement Deutschlands bei der Umsetzung des Wiener Nuklearabkommens. Dank dieser historischen Atomvereinbarung, mit der der Streit um das iranische Atomprogramm beigelegt wurde, haben die Europäische Union und die USA die Wirtschafts- und Finanzsanktionen aufgehoben. Die deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen haben seitdem wieder an Fahrt gewonnen. Deutschland ist entschlossen, die Wiener Vereinbarung auch weiterhin vollständig umzusetzen und die Zusammenarbeit von Banken und Finanzinstituten auszuweiten.

Bilaterale Beziehungen in allen Bereichen ausbauen

Ederer machte deutlich, dass das deutsche Interesse an einem Austausch mit Iran auch andere Bereiche betreffe, etwa den parlamentarischen Dialog sowie Wissenschaft und Kultur. 

Austausch zu Flucht und Migration

Staatsekretär Ederer wurde von der Beauftragten für Flucht und Migration im Auswärtigen Amt, Beate Grzeski, begleitet. Bei ihren Gesprächen mit Vertretern des iranischen Außenministeriums, Innenministeriums und der Behörde für Flüchtlinge über die Lage der in Iran lebenden afghanischen Flüchtlinge tauschten sich Grzeski und ihre iranischen Amtskollegen über die deutschen und iranischen Erfahrungen bei der Integration von Flüchtlingen aus.

Kondolenz aus Anlass der Explosion in einer Kohlemine in Azadshahr

Staatssekretär Ederer überbrachte aus Anlass der Explosion in einer Kohlemine in Azadshahr im Norden des Iran in der Provinz Golestan ein Kondolenzschreiben von Bundesaußenminister Gabriel an seinen iranischen Amtskollegen Zarif.