One-Way Ticket nach Teheran

Elisabeth Klor-Berchtold, Ehefrau des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in der Islamischen Republik Iran, empfing am Donnerstag (18.05.) rund 80 deutsch-iranische Frauen zu einem Festessen in der Residenz des Botschafters im Norden Teherans.

Die meisten der Frauen haben vor Jahrzehnten iranische Männer geheiratet und sind mit ihnen nach Iran gezogen. Seitdem leben sie in einem Spagat zwischen verschiedenen Kulturen, Traditionen und Religionen. 

Zwischen Deutschland und Iran

Das Festessen war ein Ort des Austauschs über das Verbindende und das Trennende in den deutsch-iranischen Beziehungen – sei es im Politischen, im Wirtschaftlichen, Kulturellen oder Persönlichen.

Auch die Teheraner Christuskirche der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache in Iran, die seit letztem Jahr von der Pfarrerin Kirsten Wolandt geleitet wird, dient seit Langem als wichtiger Begegnungsort für die Frauen. Die Gemeinde hat daher im Jahr 2009 das Buch „One-Way Ticket nach Teheran: Deutsche Frauen im Iran erzählen“ herausgegeben. Darin erzählen 33 Frauen aus ihrem Leben zwischen Deutschland und Iran, von Hoffnungen, Enttäuschungen und Erfüllungen. 

„Etwas verloren und etwas gewonnen“

In einer der Geschichten heißt es als Resümee: „Wir binationale Frauen haben durch unser Leben im Iran etwas verloren und etwas gewonnen." Bei dem Festessen ging es um Heimat und Fremdsein aber auch um Neugier, Abenteuerlust und Liebe.