Botschafter Klor-Berchtold und Energieminister Chitchian weihen die ersten Solaranlagen in Iran ein

Botschafter Klor-Berchtold hat am Samstag (04.02.) zusammen mit Energieminister Chitchian in der Provinz Hamedan Irans erste größere Solaranlage eingeweiht. Die Anlage wurde von einem Investor aus Deutschland zusammen mit lokalen Partnern installiert.

Der Anschluss der beiden Solaranlagen mit einer Kapazität von jeweils sieben Megawatt an das iranische Stromnetz wurde mit 250 geladenen Gästen gefeiert, zu denen auch Parlamentsabgeordnete und Repräsentanten aus Hamedan zählten. Die Investition aus Deutschland von über 15 Millionen Euro ist das erste größere Photovoltaik-Projekt in Iran überhaupt und setzt ein Signal für die Zukunft der erneuerbaren Energien in Iran. Botschafter Klor-Berchtold betonte, dass der deutsche Investor in doppelter Hinsicht in die Zukunft investiert habe, in eine Zukunftstechnologie und in die Zukunft Irans. Deutschland als führende Nation im Bereich erneuerbarer Energien sei für Iran ein hervorragender Partner auf dem Weg zur angestrebten Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien.

Nuklearabkommen: Grundlage für eine positive wirtschaftliche Entwicklung

Die Investition aus Deutschland geht zurück auf das im Juli 2015 geschlossene Nuklearabkommen. Mit Wegfall der nuklearbezogenen Sanktionen im Januar 2016 entschied der deutsche Investor, erstmals in Iran zu investieren. Ein Jahr später waren die Solaranlagen bereits an das Netz angeschlossen. Botschafter Klor-Berchtold unterstrich: „Das Wiener Nuklearabkommen bildet die Grundlage für eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Wir brauchen Geduld, aber sehen hier die ersten Erfolge. Deutschland setzt sich weiterhin entscheiden für die Umsetzung der Wiener Nuklearvereinbarung (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPoA) ein.“

Gute Zusammenarbeit 

Die beiden Solaranlagen erstrecken sich über eine installierte Fläche von jeweils ca. acht Hektar. Das erfolgreiche Zusammenwirken der deutschen Planer und der lokalen Kräfte bei der Installation der Anlage wurde von allen Seiten positiv gewürdigt. Beide Solaranlagen liegen in der Nähe der Stadt Hamedan, deren Lage optimale Voraussetzungen für den Betrieb von Solaranlagen bietet. Die Betreiber lobten darüber hinaus die kooperative Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und die Offenheit für Investitionen aus Deutschland.

Energie, Umwelt und Klima in der deutschen Energie- und Außenpolitik

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Zum Weiterlesen:

Meldung der Mehr News Agency vom 04.02.

Energie

Umweltschutz

Klima

Stand: 04.02.2017