Mit dem UNHCR in Schiras

Deutsche Botschaft Teheran Bild vergrößern (© Deutsche Botschaft Teheran)

Vom 27.-29. November war die für Flucht und Migration zuständige Referentin der Deutschen Botschaft Teheran, Dr. Barbara May, gemeinsam mit Vertretern der iranischen Flüchtlingsbehörde (Bureau for Aliens and Foreign Immigrants Affairs BAFIA), des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), sowie weiteren in der Flüchtlingshilfe engagiertern Geberländern in Schiras.


Vielschichtige Herausforderungen


Auf dem Programm der aus 30 Experten und Diplomaten bestehenden Gruppe standen zahlreiche Projektbesuche sowie Gespräche mit Flüchtlingen und Migranten, vor allem aus Afghanistan. Sie leben zum Teil schon in dritter Generation in Iran, oft immer noch in schwierigen Verhältnissen. Wichtig war auch der Erfahrungsaustausch mit lokalen Vertretern der iranischen Flüchtlingsbehörde sowie internationalen Projektmitarbeitern über die vielschichtigen Herausforderungen ihrer Arbeit sowie die großen Anstrengungen der iranischen Regierung zur Integration von Migranten. Bei der Reise wurde deutlich, dass der Bedarf nach internationaler Zusammenarbeit auf diesem Gebiet groß ist und die internationale Gemeinschaft auch künftig gefragt sein wird.


Gemeinsame Bedarfsanalyse


Am Tag vor der Reise wurde das Ergebnis einer gemeinsamen Bedarfsanalyse („Joint Needs Assessment“) veröffentlicht, das die in Iran tätigen internationalen Flüchtlingsorganisationen im Auftrag der BAFIA erstellt hatten. Sie haben mehr als ein halbes Jahr lang landesweit 600.000  Migrantinnen und Migranten befragt und die Ergebnisse der Interviews in einem umfassenden Bericht zusammengefasst. Der Bericht wurde aus Anlass des Besuchs des Generaldirektors des Norwegian Refugee Council (NRC), Jan Egeland, am 26. November der Fachöffentlichkeit vorgestellt.


Deutscher Beitrag


Deutschland beteiligt sich an der Arbeit der Flüchtlingsorganisationen in den Bereichen Erziehung, Gesundheit und Berufsbildung. Im nächsten Jahr wird sich das deutsche Engagement weiter erhöhen und Projekten des UNHCR, des World Food Programme (WFP), des Norwegian Refugee Council (NRC) und des Danish Refugee Council (DRC) zugutekommen.

Stand: 29.11.2017