Deutschland unterstützt Arbeit der iranischen Flüchtlingsbehörde und des UNHCR

Die Vertretung des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) in Iran hatte Ende November Vertreter der Botschaften von EU-Staaten, Afghanistan, Japan und Australien sowie der in Iran tätigen Einrichtungen der Vereinten Nationen zu einem Besuch von Hilfsprojekten in der Provinz Isfahan eingeladen.

Die dreitätigen Gespräche mit Vertretern lokaler Behörden, Projektmitarbeitern sowie Flüchtlingen aus Afghanistan boten einen tiefen Einblick in die Arbeit des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, das seit einigen Jahren das große Engagement der iranischen Regierung zur Unterstützung für die aus dem Nachbarland geflohenen Familien unterstützt.

Referentin der Deutschen Botschaft Teheran für Flucht und Migration, Dr. Barbara May, mit Schülerinnen in Isfahan Bild vergrößern Referentin der Deutschen Botschaft Teheran für Flucht und Migration, Dr. Barbara May, mit Schülerinnen in Isfahan (© Deutsche Botschaft Teheran)

Referentin der Deutschen Botschaft Teheran für Flucht und Migration

Flüchtlingsbewegungen lassen sich nicht allein durch nationale Maßnahmen lösen, sondern erfordern internationale Zusammenarbeit. Daher unterstützt Deutschland iranische Regierung bei der Integration von Flüchtlingen. Die Deutsche Botschaft unterstützt Projekte in den Bereichen Erziehung, Gesundheit und Berufliche Bildung finanziell. Dass dieses Engagement langfristig und nachhaltig angelegt ist, zeigt auch die Entsendung einer Referentin für Flucht und Migration. Dr. Barbara May hält Kontakt mit iranischen und internationalen Akteuren und unterstützt den internationalen Dialog zu Fragen von Flucht und Migration in Iran.

In einem Bürgerbüro, Daftar-e Pishkhan-e Dowlat, das auch Flüchtlingen für ihre Registrierung im Gesundheitssystem offensteht. Bild vergrößern In einem Bürgerbüro, Daftar-e Pishkhan-e Dowlat, das auch Flüchtlingen für ihre Registrierung im Gesundheitssystem offensteht. (© Deutsche Botschaft Teheran)

Hilfsprojekte in der Region Isfahan

Die Gespräche in Isfahan mit Besuchen in einem Gesundheitszentrum, einer Rehabilitationseinrichtung, einer Grundschule, eines Bürgerbüros (Daftar-e Pishkhan-e Dowlat) und einer Textilmanufaktur boten zahlreiche persönliche Eindrücke von der Situation der in Iran lebenden Flüchtlinge. Zudem boten sie wichtige Richtwerte für die weitere Zusammenarbeit.

Infolge der seit Jahrzehnten andauernden Flüchtlingsbewegungen aus Afghanistan leben in Iran inzwischen mehr als 970.000 Flüchtlinge mit Papieren und mehr als 2 Millionen ohne Papiere.

Stand: 28.11.2016