Bundeswirtschaftsminister Gabriel reist mit Wirtschaftsdelegation in den Iran und eröffnet die 5. Sitzung der Deutsch-Iranischen Gemischten Wirtschaftskommission

Reise von Bundesminister Gabriel in den Iran Bild vergrößern (© BMWi / Maurice Weiss)

"Mit der Beilegung des Atomkonflikts besteht für deutsche und europäische Unternehmen wieder die Möglichkeit, in Iran tätig zu werden. Das eröffnet unseren Unternehmen große Chancen, denn es herrscht großer Modernisierungsbedarf. Es ist wichtig, dass das Atom-Abkommen mit neuem Leben gefüllt und Iran wieder stärker in die Weltwirtschaft eingebunden wird. Gleichzeitig kommen auf den Iran auch neue Verantwortlichkeiten zu. Dies gilt nach außen: Im Nahen und Mittleren Osten sollten alle Akteure darauf hinwirken, dass es zu einer Eindämmung der Gewalt kommt. Dies gilt aber auch nach innen: Staatliches Handeln muss immer im Rahmen des Rechts und der geschützten individuellen Rechte des Einzelnen stattfinden. Dieser Ansatz des doppelten Dialogs wird mich in meinen Gesprächen vor Ort leiten.", sagte Bundeswirtschaftsminister Gabriel vor dem Besuch.

Im Rahmen der Gemischten Wirtschaftskommission wurden Projekte identifiziert, die für die weitere Modernisierung des Iran wichtig sind und in denen die deutsche Wirtschaft stark ist. Neben dem Maschinen- und Anlagenbau gilt dies etwa für die Automobilindustrie, die Petrochemie oder die Energiewirtschaft, einschließlich erneuerbarer Energien.
Im Jahr 2015 betrug das bilaterale Handelsvolumen zwischen Deutschland und Iran rund 2,4 Mrd. Euro (-10% zum Vorjahr). Deutschland importierte Waren im Wert von 332 Mio. Euro aus Iran und exportierte Waren im Wert von etwa 2,065 Mrd. Euro nach Iran. Im ersten Halbjahr 2016 stieg der deutsche Export nach Iran um 15 Prozent auf 1,133 Mrd. Euro.

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