Wirtschaftsminister aus Hamburg und Schleswig-Holstein in Teheran

Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg Frank Horch, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie von Schleswig-Holstein Reinhard Meyer sowie 60 norddeutsche Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft waren von Freitag bis Mittwoch (11.-16.11.) in Iran. Sie führten Gespräch, um die Kontakte in den Bereichen maritime Wirtschaft und Logistik, Energie, Kühltechnik und Energieeffizienz sowie in der klassischen Industrie – von ziviler Luftfahrt bis hin zu Konsumgütern – zu stärken.

Zentraler Standort der iranischen Gemeinde in Europa

Senator Frank Horch bei einem Seminar zur Hafenwirtschaft Bild vergrößern Senator Frank Horch bei einem Seminar zur Hafenwirtschaft (© Deutsche Botschaft Teheran)

Als eine der größten Volkswirtschaften im Nahen Osten mit einem enormen wirtschaftlichen und infrastrukturellen Aufholbedarf habe Iran großes Potenzial, so Senator Horch. Die besondere Rolle Hamburgs als zentraler Standort der iranischen Gemeinde in Europa, sorge überdies für ein ausgeprägtes Interesse – nicht nur an „Made in Germany“, sondern insbesondere an „Made in Hamburg“. Horch erinnerte daran, dass rund 500 Hamburger Firmen persisch geführt seien und die Hansestadt bereits seit 1858 Standort des Generalkonsulats der Islamischen Republik Iran sei. Noch vor Teheran gelte Hamburg beispielsweise als der größte Teppichumschlagplatz der Welt, so Horch.

Großes Interesse an einer Wiederbelebung der traditionell starken Wirtschaftsbeziehungen

Wirtschaftsminister Meyer betonte, dass Hamburg und Schleswig-Holstein im Ausland zumeist als eine gemeinsame Region wahrgenommen würden, so dass eine gemeinsame Delegationsreise großen Sinn mache. „Uns haben viele Unternehmen aus Schleswig-Holstein deutlich gemacht, dass sie ein großes Interesse an einer Wiederbelebung der traditionell starken Wirtschaftsbeziehungen haben und diese Chance nun nach dem Wegfall der Sanktionen auch schnell ergreifen wollen“, so  Meyer. Er erinnerte daran, dass ein Großteil der iranischen Industrie-Anlagen noch aus deutscher Produktion stamme und man allein schon deshalb viele Anknüpfungspunkte für eine solche Delegationsreise habe.

Großes Interesse an deutsche Industrieanlagen

Beim Familienunternehmen Iranzamin vor einer Maschine von Hell Gravure Systems aus Kiel - v.l.n.r Soheil Golestanian, Ulrich Busche von Hell Gravure Systems, Minister Reinhard Meyer, Mehdi Golestanian, Niloofar Golestanian, Mehrshad Golestanian Bild vergrößern Beim Familienunternehmen Iranzamin vor einer Maschine von Hell Gravure Systems aus Kiel - v.l.n.r Soheil Golestanian, Ulrich Busche von Hell Gravure Systems, Minister Reinhard Meyer, Mehdi Golestanian, Niloofar Golestanian, Mehrshad Golestanian (© Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein)

Deutsche Industrieanlagen sind auch heute weiter gefragt. Minister Meyer war dabei, als das Familienunternehmen Iranzamin am Sonntag (13.11.) eine neue Industrieanlage der Kieler Maschinen- und Tiefdruckfabrik "Hell Gravure Systems" in Betrieb genommen hat.