Hilfe für afghanische Flüchtlinge in Iran

Die Bundesregierung unterstützt die Arbeit von UNHCR in Iran schon seit vielen Jahren. Als unmittelbarer Nachbar ist Iran Aufnahmeland von hunderttausenden Flüchtlingen aus Afghanistan.

Im August 2014 fand eine von UNHCR (UN Refugee Agency) organisierte Reise nach Mashad statt, in deren Rahmen sich die Vertreter der diplomatischen Vertretungen vor Ort ein Bild von den von UNHRC-geförderten Projekten in der Provinz Khorasan Razavi in der Grenzregion zu Afghanistan machen konnten. Auf dem Programm stand u.a. der Besuch eines Flüchtlingslager in Khorasan Razavi, eines "Zentrums zur freiwilligen Rückführung" in Dogharoun, eines Gesundheitszentrums in Golshar, in einer Schule in Torbate Jam sowie einer Einrichtung zur technischen und beruflichen Ausbildung in Mashad. Außerdem konnten ein weiteres Gesundheitszentrum in Dogharoun und eine Bibliothek für Flüchtlinge in Mashad eingeweiht werden. Ziel dieser Projekte ist es, den afghanischen Flüchtlingen praktische Hilfe vor Ort zukommen zu lassen, ihnen aber auch mittels schulischer und beruflicher Bildung Perspektiven für eine bessere Zukunft in Afghanistan zu geben.

An der Reise nahmen neben UNHCR Representative Iran, Herrn Sivanka Dhanapala, Botschafter und Diplomaten über 20 verschiedener Nationen, sowie Vertreter internationaler Organisationen teil. Die Deutsche Botschaft wurde durch den Konsul Herrn Daniel Riccò vertreten.

Die Provinz Khorasan Razavi, die eine 300 km lange Grenze mit Afghanistan teilt, beherbergt derzeit etwa 140.000 der insgesamt 950.000 in Iran aufhältigen (offiziell registrieren) afghanischen Flüchtlinge Weitere 10.000 in der Region lebende Flüchtlinge stammen aus dem Irak.

Weitere Informationen zur Arbeit des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen finden Sie hier:

www.unhcr.de

www.unhcr.org

Weitere Informationen zum Engagement der Bundesregierung in und für Afghanistan können Sie hier einsehen:

Webseite des Auswärtigen Amts - Außenpolitik

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