Prüfung des Visumantrags. Erteilungsvoraussetzungen

Was ist eine Verpflichtungserklärung?

Eine Verpflichtungserklärung dient der Absicherung der Kosten für den Lebensunterhalt zu Gunsten eines Drittstaatsangehörigen und ermöglicht diesem den Nachweis im Verwaltungsverfahren, dass die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Erteilung eines Aufenthaltstitels im Hinblick auf § 5 Abs. 1 AufenthG erfüllt werden.

Mit der Abgabe der Verpflichtungserklärung übernimmt der Abgebende die Verpflichtung, alle Kosten für den Lebensunterhalt und für die Ausreise des Visumantragstellers zu tragen. Abgebender einer Verpflichtungserklärung kann eine natürliche oder juristische Person sein.

Ich habe eine Verpflichtungserklärung erhalten, die für 90 Tage/sechs Monate gilt, möchte aber ein Visum für zwei Jahre beantragen, geht das?

Ja. Durch die Verpflichtungserklärung sind allerdings nur die ersten 90 Tage finanziell abgesichert. Für die Restlaufzeit des begehrten Visums weisen Sie bitte zusätzlich noch Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit nach. Geeignet sind hier insbesondere Kontoauszüge der letzten 3-6 Monate, die erkennen lassen, über welches Einkommen Sie monatlich verfügen und dass Sie sich mehrere Auslandsaufenthalte leisten können.

Wie lange ist die Verpflichtungserklärung meines Gastgebers/Einladers gültig?

Die Botschaft akzeptiert Verpflichtungserklärungen– in der Regel – bis zu sechs Monaten nach Ausstellung.

Kann ich ein Mehrjahresvisum mit einer Verpflichtungserklärung beantragen?

Ja. Ihr Gastgeber gibt bei der Ausländerbehörde an, für welchen Zeitraum (ein bis vier Jahre) der Aufenthalt beabsichtigt ist und bittet um einen entsprechenden Vermerk in der Verpflichtungserklärung.

Dann ist der Aufenthalt in Deutschland für den gesamten Zeitraum finanziell abgesichert.

Sollte die Ausländerbehörde die Verpflichtungserklärung nur für einen kürzeren Zeitraum aufnehmen, sollten Sie (Antragsteller) zusätzlich noch Nachweise über Ihre finanzielle Situation einreichen. Geeignet sind hier insbesondere Kontoauszüge der letzten drei bis sechs Monate, die erkennen lassen, über welches Einkommen Sie monatlich verfügen und dass Sie sich mehrere Auslandsaufenthalte leisten können.

Unser Unternehmen hat schon mehrfach Kunden eingeladen und ist bei Ihnen bekannt. Warum müssen wir bei jeder Visumsbeantragung alle Unterlagen zu unserer finanziellen Leistungsfähigkeit erneut vorlegen?

Aufgrund der bestehenden Vorschriften darf die Botschaft keine Speicherungen zu den Gastgebern vornehmen. Die von Ihnen bei einer vorherigen Einladung eines Kunden vorgelegten Unterlagen werden an der Botschaft in dem jeweiligen Visumantrag und nicht nach Firmen sortiert verwahrt. Sie müssen deshalb für jeden Kunden gesondert eingereicht werden.

Die Botschaft dankt für Ihr Verständnis.

Was sollen wir machen, wenn z.B. in der Verpflichtungserklärung ein Name falsch geschrieben ist?

Solange die Identität des Eingeladenen und Einladers zweifelsfrei feststellbar ist, führt eine abweichende Schreibweise des Namens von der im Pass nicht zur Zurückweisung der Verpflichtungserklärung.

Was sind Verwandtschaftsnachweise?

Die Botschaft prüft vor Erteilung eines Visums die Plausibilität des Antrages.

Hierzu prüft die Botschaft ggf., ob zwischen dem Einladenden und dem Eingeladenen tatsächlich ein Verwandtschaftsverhältnis besteht.

Ihre Verwandtschaft zu einer Person weisen Sie in der Regel durch die entsprechenden Geburts- und Heiratsurkunden nach. Z. B. die Verwandtschaft zu Ihrem Bruder oder Ihrer Schwester durch die Vorlage Ihrer Geburtsurkunde und der Ihres Bruders/ Ihrer Schwester. Daraus kann man sehen, dass beide Personen die gleichen Eltern oder einen gemeinsamen Elternteil haben.

Was ist eine formlose Einladung und wie soll sie aussehen?

Bei der Beantragung eines Visums zum Besuch Ihrer Familienangehörigen oder Bekannten werden Sie gebeten, eine formlose Einladung desjenigen, der besucht wird, vorzulegen.

Eine formlose Einladung muss in deutscher Sprache erstellt werden und soll Angaben zum Reisezweck und Reisedauer enthalten.

Eine formlose Einladung kann handschriftlich oder per Computer erstellt werden. Sie ist von dem einladenden Familienmitglied oder Bekannten eigenhändig zu unterschreiben. Eine Beglaubigung der Unterschrift ist nicht erforderlich.

Wie lange dauert die Prüfung eines Visumantrags?

Im Falle von Schengen-Visa: zwei bis drei Wochen

Im Falle von Nationalen Visa: i.d.R. mindestens acht Wochen

Erteilungsvoraussetzungen

Visa

Terminbuchung Visa

Kalender

Termine zur Beantragung von Visa werden über das Online-System vergeben. Beachten Sie unbedingt die Hinweise zur Nutzung des Systems und machen Sie genaue Angaben zu Passnummer und Namen, da es sonst zu Problemen bei Wahrnehmung des Termins kommen kann.

Termine können selbstständig und unentgeltlich über die Webseite der Botschaft gebucht werden. Wenn Sie Dritte mit der Buchung beauftragen, beachten Sie bitte, dass die Visastelle keine Gewähr für deren Seriosität übernimmt.

Hier gelangen Sie zur Terminbuchung: